Durchgeführt von Stehlin Motorradtraining im Auftrag der Kreisverkehrswacht Emmendingen e.V (gemeinnütziger Verein)

Ardeche Endurotour

Bericht unseres Endurotrainers und Tourgide Alex Kümmerle

Wieder einmal sind wir aufgebrochen, um für uns neue Endurogefilde zu entdecken. Bei einem Sommer-Motorradurlaub wurde mir klar, dass die Ardècheregion nicht nur aus einem Fluss besteht. Die karstige Landschaft, für die die Ardéche-Schlucht so berühmt ist, setzt sich auch auf den gesamten 5.529 km² des Departements fort. Ein weiterer Vorteil der Region ist, dass sie mit 52 Einwohnern/km² nicht gerade überbevölkert ist, zumal die meisten davon ja in den Tälern wohnen. Insgesamt also gute Voraussetzungen für einen tollen Endurourlaub.

Die Tour ist für den geübten Hobbyfahrer geeignet. Die Teilnahme ist mit Zweizylinder und Reiseenduro nicht möglich.

armes Auto Obwohl sich unsere Abfahrt (wie immer) leicht verzögerte, ist das erste Highlight schon die doch recht kurze Fahrzeit über die toll zu fahrenden französischen Autobahnen. Nach knapp 7 Stunden mit Anhänger) von Freiburg aus, waren wir auch schon auf dem Pigeonnier, einem alten Bauernhof über dem Tal von Privas, einem Seitental der Rhône. Die letzten 7 km führte uns der Weg bereits über ungeteerte "Straßen". Für tiefergelegte Autos nicht unbedingt zu empfehlen, aber mit normalen Fahrzeugen durchaus zu bewältigen.
mit Speed bergauf Nach einem herzlichen Willkommen der beiden Schweizer "Gastwirte" Urs und Sylvia, machten wir uns noch gleich an die Erkundung der ca. 20km langen, hauseigenen Endurostrecke, die Urs mit viel Aufwand pflegt. Nach 2-3 Stunden "austoben" waren wir glücklich und sehr empfänglich für das ausgezeichnete, mehrgängige Essen, das uns Sylvia all abendlich zubereitete.
schmale pfade Am nächsten Morgen ging es dann richtig auf Tour. Nach einer Aufwärmrunde auf der Hausstrecke, wollten wir mal "ein paar Steine" fahren. Und diese gibt es in der Ardéche in allen Variationen: Auf Waldwegen, Singletrials und in Flussdurchfahrten. Nach anfänglichen Schwierigkeiten lernt man aber schnell, diese einfach zu ignorieren und ein toller Fahrspaß begann sich einzustellen, der höchstens durch den täglich zunehmenden Muskelkater getrübt wurde.
hier kann man relaxen Obwohl wir uns ja als Enduro-Tourenfahrer verstehen, wussten wir es nach ersten Zweifeln durchaus zu schätzen, wenn wir zum Mittagessen zum Pigeonnier zurückgekehrt sind. Eine warme Mahlzeit und ein "petit" Mittagsschläfchen, daran kann man sich durchaus gewöhnen, zumal der Heimweg ja nie über geteerte Straßen führte. Bei den Tagestouren, die uns weiter weg führten, stellte uns Sylvia ein Lunchpacket zusammen, das natürlich auch keine Wünsche offen ließ.
Dem tollen Verhältnis unsere Gastgeber zu ihren Nachbarn ist es zu verdanken, dass wir uns ohne Probleme dem Endurospass hingeben konnten und das, obwohl gerade die Jagdsaison begonnen hatte. Damit dies so bleibt, ist eine angepasste Fahrweise und Beschallung natürlich Pflicht. Dies bedeutet aber nicht, dass man nicht auf seine Kosten kommt. Es sind für jeden Fahrer genügend Schwierigkeitsstufen vorhanden. Wie bei allen unseren Touren bewegen wir uns ja nicht im Renntempo, sondern genießen auch mal einen Ausblick z.B.auf das Rhônetal. Das "Fahrzit" unserer vier Fahrtage: Eine Menge (Fahr)-Spaß gehabt, viel dazu gelernt, viel zu viel gegessen und der unbedingte Wille, wieder schnellst möglich zurück zu kommen.

Leistungen Ardeche Tour:

  • 6 Übernachtungen im DZ oder Mehrbettzimmer
  • Vollpension
  • 5 geführte Touren mit einheimischem Tourgide
  • zusätzliche Betreueung durch 1 Tourgide/trainer vom Motorradtraining Stehlin
  • einschließlich einem eintägigen Enduro-vorbereitungstraining, Termin nach freier Wahl

  • Termin: 06.06.2010 bis 12.06.2010.


    Anmeldeschluß: 01.05.2010

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